Was Sie über Katzenhaltung wissen sollten

Was benötigt meine Katze als Erstausstattung?

Einiges an Equipment sollten Sie ihrer Katze von Anfang an bieten, damit Sie sich bei Ihnen wohl fühlt und sie artgerecht gehalten werden kann. Dazu gehört:

 

Wie gestalte ich Einzug und Eingewöhnung stressfrei?


Eine Katze zieht am Besten in ein fertig eingerichtetes Zuhause ein. Man läßt die Katze von der aufgestellten und mit Einstreu befüllten Katzentoilette aus ihr neues Zuhause erkunden. Dies ist nun ihr Ausgangspunkt und wird somit immer wiedergefunden.Von hier aus erkundet das Kätzchen nun sein neues Revier.
In einiger Entfernung zur Toilette sollten ein befüllter Futternapf und Wassernapf aufgestellt sein.

Halten Sie zu Beginn den zu erkundenden Wohnraum klein, angefangen mit Badezimmer (Katzentoilette) und Flur.
Damit der Neuankömmling nicht von allen Seiten von neuen Eindrücken, Gerüchen und Geräuschen, erdrückt und überrannt wird, wird nun langsam nach und nach das neue 'Revier' erweitert.
Dies kann bis zu mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
Soll die Katze später zum Beispiel niemals Zutritt ins Schlafzimmer oder Küche haben, behalten Sie diese Räume geschlossen.

In der Zeit des 'Zurechtfindens' benötigt Ihr neuer Mitbewohner Ruhe und sollte keines Falls erschreckt werden.
Kinder, die sich mit im Haushalt befinden, zum Beispiel anfangs möglichst nicht unmittelbar in die Nähe der momentan sehr gestressen Katze lassen. Dies wäre nur unnötiger zusätzlicher Stress.
Auch andere Katzen oder gar Hunde sollten vorerst nicht anwesend sein. Über die gemeinsame Haltung von Hund und Katze informieren Sie sich bitte im entsprechendem Abschnitt und lassen Sie sich ausführlich von unseren Fachverkäufern beraten.

Bitte sichern sie Fenster und den Balkon katzengerecht. Ein auf Kipp gestelltes Fenster ist eine Todesfalle für eine Katze und entgegen der Volksmeinung können sich Katzen beim Sprung vom Balkon ernsthafte Verletzungen zuziehen oder sogar sterben. Ein Balkon muß also mindestens mit einem Katzennetz gesichert sein. An den Fenstern muß ein sogenannter Kippfensterschutz angebracht werden.

 

Wie vergesellschafte ich zwei Katzen?

Ist schon eine Katze im Haushalt sollten diese vorsichtig aneinander herangeführt werden.
Vermeiden Sie sofortigen Blickkontakt.
Eine einfache Methode wäre die 'Begegnung' an einer verschlossenen Tür.
• Beispiel: Tigger (1 Jahr, fest in die Familie intigriert) ist im Wohnzimmer und die Tür ist verschlossen und Kitty (Neuzugang) ist gerade eingezogen und befindet sich noch im Bad und Flur um alles in Ruhe zu erkunden.
Behalten Sie beide Katzen über Nacht getrennt, so haben sie die Möglichkeit einander ein wenig kennenzulernen.
Am nächsten Morgen sollten beide nun begriffen haben, dass da wohl noch jemand ist.
Jetzt dürfen Sie die Tür öffnen und beide kommen sich erstmals näher.
Bitte bleiben Sie bei der Vergesellschaftung anwesend.
'Welpenschutz' sucht man hier vergebens, der Neuankömmling ist und bleibt erstmal ein Eindringling.
Die Katzen werden sich anfangs anfauchen, sich aufbauen, jagen, knurren und schreien.
Lassen Sie all dies zu, es muss über eine neue Rangordnung verhandelt werden.
Diese gesamte Situation legt sich nach einiger Zeit, also bleiben Sie geduldig.
Kommt es jedoch zu schlimmen Verletzungen, müssen diese wieder getrennt werden, dies ist aber eher selten.

In dieser Zeit des Zusammenführens muss aber beachtet werden, dass genügend Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
• Zusätzlicher Katzenkratzbaum (klein genügt, wenn ein großer vorhanden ist)
• mindestens zwei Futter- und Wassernäpfe (gut verteilen)
• Katzentoilette (1x mehr als Katzen)
• Schlafplätze
Somit beugen Sie eifersüchtigem und egoistischem Verhalten vor.


Kann ich eine Katze alleine halten?

Katzen sind von Natur aus keine Einzelgänger. Sie leben in Gruppen. Meist Mütter mit ihren Töchtern und je nach Reviergröße einige Kater. Die unkastrierten geschlechtsreifen Kater streunern immer auf der Suche nach rolligen Katzen, wenn sie kein eigenes festes Revier haben. Unsere Katzen kommen aus liebevollen Hausaufzuchten. Sie sind gut auf Menschen und auf Katzen sozialisiert. Sie kennen das Leben im Familienverband, denn die meisten Züchter halten zwei bis drei Kätzinnen und einen Kater zusammen. Dann sind da noch die Wurfgeschwister. Allein sein, dass ist für unsere Katzenbabys ungewohnt und unnatürlich. Wir empfehlen unseren Kunden ein Geschwisterpärchen zu nehmen, denn soviel Zeit man sich als Mensch auch für seine Katze nehmen mag, eine Partnerkatze kann man nicht ersetzen. Die meisten Katzen lieben es zusammne in der Hängematte oder im Kratzbaum zu liegen. Sie genießen es sich gegenseitig die Ohren zu reinigen und das Fell zu pflegen. Und sie beobachten gerne was die andere Katze so treibt. Schauen während sie dösen mit einem Auge zu wie mit dem Federbällchen jongliert wird und sind plötzlich hellwach und bereit ins Spiel einzusteigen.
Zu zweit ist keine Katze einsam und keine Angst sie werden nur weil ihre Katze einen Partner hat nicht weniger beachtet. Sozialisierte Katzen brauchen die Zuneigung und die Streicheleinheiten von ihren Bezugspersonen genauso, wie isoliert lebende Katzen. Aber sie sind ausgeglichener und zufriedener.

 

Freigang – Ja oder Nein !?

Die Mehrzahl der Menschen ist davon überzeugt, dass Katzen Einzelgänger sind und somit sehr gut allein gehalten werden können.

Die Wahrheit ist, Katzen sind sehr soziale Tiere, die in Freiheit mit anderen Artgenossen, Gruppen, beziehungsweise Kolonien bilden.

Unter einer Vielzahl Katzenrassen gibt es auch einige, die nicht allein innerhalb einer Wohnung gehalten werden können, wie es auch bestimmte Rassen gibt, die zwar einen Freigang hinnehmen, es jedoch eher bevorzugen im Haus zu bleiben.
Eine reine Wohnungskatze, die alleine und damit nicht artgerecht gehalten wird, hat meist nach einiger Zeit große Langeweile, was zu unerwünschten Verhaltensweisen führt.

Typische Wohnungskatzen: (Beispiel)

• Perser
• Britisch Kurz-/Langhaar
• Ragdoll
• Heilige Birma

Die artgerechte Haltung von Wohnungskatzen sieht vor, dass mindestens eine weitere Katze hinzukommt.
Darüber hinaus sollte die Wohnung katzengerecht eingerichtet sein.
Viele Kletter- und Versteckmöglichkeiten sollten gegeben sein und natürlich genügend Platz zur Verfügung stehen. Ein sicher abgezäunter Balkon auf dem sich die Katzen sonnen und frische Luft schnuppern können, wird gerne angenommen. Auch diese Rassen können sehr wohl mit Freigang gehalten werden!

Katzenrassen mit Freigang: (Beispiel)

• Europäische Kurzhaar
• orientalische Rassen
• Maine Coon
• Norwegische / Sibirische Waldkatze

Diese Katzen bevorzugen die große Abwechslung, die ihnen im Freigang geboten wird.
Ebenfalls verlangt ihr Instinkt und ihr Jagdtrieb nach Freiheit, die ihnen auch gegönnt sein sollte. Katzen mit Freigang können theoretisch allein gehalten werden, da sie ihre sozialen Kontakte draußen suchen und pflegen. Natürlich ist auch hier ein Partnertier zu bevorzugen. Der Ausgang sollte zu jeder Zeit genutzt werden können.
Bevor ein Tier in den Freigang gelassen wird, sollte darauf geachtet werden, dass das Tier vollständig geimpft ist, inklusive Tollwutimpfung und gechipt und registriert ist.

 

Wie sollte ich meine Katzen Impfen

Die erste Schutzimpfung gegen Katzenschnupfen/-seuche sollte frühstens mit der 8. Lebenswoche vorgenommen werden.
Diese wird 28 Tage später (12. Woche) und mit der 16. Woche nachgeimpft. Eine vollständige und korrekte Grundimunisierung wird damit gewährleistet.
Der weitere Impfverlauf sieht eine jährliche Nachimpfung vor. Freigänger sollten mit der 12. Lebenswoche zusätzlich eine Tollwutimpfung erhalten. Für einen Grenzübertritt muß die Katze gechipt sein. Es wird ein EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung benötigt. Bitte informieren Sie sich über die Einreisebestimmungen Ihres Reiselandes. ZooZajac verkauft aus rechtlichen Gründen Katzen nur an Personen mit Wohnsitz in Deutschland.

Wie entwickeln sich Kitten

Geburt Katzen kommen als so genannte 'Frühchen' auf die Welt.
Augen und Ohren sind geschlossen.
Gewicht ca. 70 bis 135 Gramm
Bis Tag 3 Nabelschnur fällt ab
1-2 Woche Schlafen sehr viel, werden regelmäßig von der Mutter geweckt zum Säugen und Säubern
8. bis 12. Tag Die Augen öffnen sich und die Ohren stellen sich auf
3. bis 4. Woche Kitten versuchen der Mutter zu folgen -
die ersten Schritte
4. bis 5. Woche Laufen der Mutter hinterher und ahmen das Fressen und den Toilettengang nach
6. bis 7. Woche Selbstständiges Fressen und auf Toilette gehen -
ab und an noch Muttermilch
Ab 8. Woche Bereit für die erste Impfung (Katzenschnupfen/-seuche) -
wird langsam immer mehr von Mutter abgestoßen
10. Woche Abgabebereit
  Kitten werden regelmäßig alle 2 Wochen ab der 3. Lebenswoche entwurmt!

 

Wie kann ich Hund und Katze aneinander gewöhnen?

Bevor eine Katze zu einem Hund angeschafft werden kann, sollten einige Fragen geklärt werden. Hierfür ist es besonders wichtig, dass der Hundehalter seinen Hund einschätzen kann. Zu klären sind zum Beispiel die Fragen: Ist mein Hund ein Jäger oder beachtet er Katzen draußen gar nicht? Hat er schon immer mit einer Katze gelebt, oder ist es ganz etwas neues? Hunde die auf Katzen mit Jagdverhalten reagieren sind eher nicht zur Vergesellschaftung geeignet, besonders wenn sie nicht jederzeit abrufbar sind. Hunde, die Katzen kennen, am besten schon vom Welpenalter an, können gut mit einer neuen Katze vergesellschaftet werden. Kommt eine Katze in einen Haushalt in dem es schon einen Hund gibt, ist es wichtig, dass sich die Katze in den ersten Tagen in einem Raum erst einmal eingewöhnen kann. Nachts sollte der Katze die Möglichkeit gegeben werden auch den Rest der Räumlichkeiten kennenzulernen ohne das der Hund sie stören kann. Der Hund sollte in dieser Zeit im Schlafzimmer schlafen. Erst wenn die Katze sich gut eingewöhnt hat sollte man der Katze auch tagsüber die Möglichkeit zur freien Bewegung geben. Es ist wichtig den Hund ruhig zu halten und darauf zu achten, dass dieser die Katze nicht jagen kann. Auch ist darauf zu achten, dass die Tiere sich nicht gegenseitig in eine Ecke drängen können.

Reagiert der Hund mit Neugier auf den neuen Mitbewohner und ist dabei nicht zu jeder Zeit abrufbar sollte er bei der der ersten Begegnungen mit der Katze an der Leine bleiben. Denn eine Katze die sich bedrängt fühlt schlägt nach der allzu aufdringlichen Hundenase. Ein weiterer Konflikt der vermieden werden solle ist ein Streit um Futter oder Spielzeug. Hier kann vorgesorgt werden in dem getrennt gefüttert oder gespielt wird.

 

Wie oft sollte ich meine Katze entwurmen?

Katzenwelpen werden ab der dritten Lebenswoche alle zwei Wochen entwurmt. Hier wird eine spezielle gut verträgliche Welpenpaste verwendet. Sind die Jungtiere entwöhnt sollte mit Wurmtabletten weiter entwurmt werden. Wir empfehlen bei Jungtieren zunächst eine monatliche Entwurmung um Parasiten die sich eventuell noch aus der Muskulatur aktivieren sicher zu entfernen. Die Entwurmungsfrequenz der erwachsenen Katze sollte man davon abhängig machen ob die Katze Freigänger ist oder nicht. Katzen die Freigang haben infizieren sich über ihre Beutetiere mit Würmern. Hier sollte eine monatliche Entwurmung beibehalten werden. Reine Wohnungskatzen können sich über in die Wohnung getragene Erde u.a. mit Parasiten infizieren. Hier reicht zumeist eine halbjährliche Entwurmung .

Warum sollte ich meine Katze entwurmen?

Zum einen belastet eine Wurminfektion den Organismus der Katze. Wichtige Nährstoffe werden dem Katzenkörper entzogen, die Darmschleimhaut wird geschädigt. Dies geht so weit, dass etwa eine Impfung bei einem stark verwurmten Tier wirkungslos bleibt. Zum anderen ist eine verwurmte Katze eine Infektionsquelle für Menschen und andere Tiere.

Ist es nicht schonender den Kot der Katze zu untersuchen und nur zu entwurmen wenn tatsächlich eine Parasitose vorliegt?

Ja, mit einer Kotuntersuchung ersparen Sie ihrer Katze eventuell unnötige Medikamente. Wichtig ist, dass eine Sammelkotprobe untersucht wird denn im Kot werden zumeist die Wurmeier nachgewiesen und die Würmer im Darm scheiden nicht ständig Eier aus. Findet man also keine Wurmeier im Kot ist die Katze entweder wurmfrei oder die Würmer scheiden gerade keine Eier aus. Findet man hingegen Wurmeier im Kot ist die Katze sicher mit Würmern infiziert. Wenn man sich für Kotuntersuchungen entscheidet sollten diese in den gleichen Zeitabständen wie sonst die Entwurmungen durchgeführt werden.

 

Warum wir unsere Katzenwürfe auf die FelV FiV und Coronaviren testen.

Wir testen routinemäßig unsere Würfe auf diese Viren mit Hilfe eines Schnelltests um so weit möglich sicher gehen zu können, dass die von uns verkauften Katzen diese Viren nicht in sich tragen. Alle drei Viruserkrankungen können zum Tod der Katzen führen. Und alle drei Krankheiten sind ansteckend, das heißt andere Katzen können sich unter Umständen infizieren. Es liegt in der Verantwortung der Katzenzüchter und auch in unserer Verantwortung dafür zu sorgen, dass nur in virusfreien Katzenbeständen eine Nachzucht erfolgt. Nur so kann wirksam verhindert werden, dass Tiere und mit ihnen Tierbesitzer unnötig leiden.
Leider wird von den meisten deutschen Katzenvereinen gerade das Coronavirus immer wieder bagatellisiert. Oft wird sogar eine Zucht mit Coronavirus positiven Katzen befürwortet! Das kommt daher, dass das Coronavirus an sich „nur“ ein Durchfallvirus ist welches wie man es von Magen-Darm-Viren kennt sich schnell im Bestand ausbreitet, aber die meisten Katzen werden nicht ernsthaft krank. Diese Virus hat aber leider die Eigenschaft schnell zu mutieren. Sich also zu verändern. Passiert dies, löst es bei der Katze eine zumeist tödliche Erkrankung die FIP (feline infektiöse Peritonitis) aus. Es kommt bei der feuchten Form der FIP zu Flüssigkeitsansammlungen in Bauch und Brusthöhle. Der Tod tritt nach einer bis zwölf Wochen ein. Die trockene Form der FIP verläuft über Monate. Es bilden sich Granulome in der Bauchhöhle. Auch diese Tiere versterben.
Katzenzüchter und Vereine argumentieren, dass ihre Tiere ja nicht krank sind, sondern nur Virusträger. Das stimmt. Aber niemand kann sagen, ob das Virus nicht plötzlich mutiert. Dann wird die Katze krank und zwar sterbenskrank. Und vielleicht noch viel wichtiger: Diese Katzen sind ansteckend, oft über längere Zeit. Sie infizieren andere Katzen eventuell ganze Bestände. Und jede infizierte Katze trägt das Risiko, das das Virus in ihr mutiert und sie erkrankt. Es ist also sinnvoll nur mit Coronavirusfreien Tieren zu züchten und nur Coronavirus freie Tiere zu halten. Für unsere Kunden heißt dies sollten sie eine Zweitkatze erwerben, achten sie darauf von getesteten Beständen zu kaufen. Und bitte lassen sie sich nicht mit irgendwelchen Ausreden vertrösten. Gerade das Coronavirus ist weit verbreitet. Wir Tierärztinnen von ZooZajac können ca. jeden zweiten bis dritten Rassekatzenwurf nicht ankaufen, da er Coronapositiv ist. Europäisch Kurzhaar Würfe bei denen die Eltern Freilauf haben sind hingegen weitaus seltener betroffen. Wenn sie schon eine Katze besitzen und diese ungetestet ist liegt es in Ihrem Ermessen Ihr Tier vor der Anschaffung eines Zweittieres zu testen. Stammt es aus einer Rassezucht, oder hat es Aufenthalte in Tierpensionen oder Tierheimen mit Kontakt zu anderen Katzen erlebt ist dieses sicher anzuraten.

 

Wann sollte ich meinen Kater kastrieren lassen?

Kater werden kastriert um eine ungewollte Fortpflanzung zu verhindern. Zudem streunern unkastrierte Kater, wenn sie Freilauf haben, immer auf der suche nach rolligen Katzen und sie liefern sich ernsthafte Kämpfe mit anderen Katern. Hier besteht die Gefahr von Verletzungen und einer Infektion mit dem Felines Immundefizienz-Virus FIV (vergleichbar mit der HIV-Infektion des Menschen).
Potente Kater fangen zudem ab der Geschlechtsreife an zu markieren. Das heißt sie spritzen im Stehen Urin an Gegenstände. Im Haus gerne an Sofa und Tapete. Der Urin von unkastrierten Katern hat einen intensiv raubtierhaften Geruch. Es gibt also gleich mehrere Gründe warum ein Kater kastriert werden sollte. Zu bedenken ist aber, das ein deutlich vor der Geschlechtsreife kastrierter Kater vom Körperbau eher zierlich, weiblich, beibt. Der katertypische markante Kopf mit den breiten Wangen wird sich nicht ausprägen. Viel wichtiger, weil gesundheitlich relevant, ist aber, dass ein zu früh kastrierter Kater einen relativ zu kleinen Penis behält. Dieses hat Bedeutung, weil Katzen prädisponiert für Blasenentzündungen in Verbindung mit Harnsteinen sind. Ist der Penis infolge einer Frühkastration relativ klein (vorpubertär) ausgebildet kann sich die Harnröhre schnell mit den Harnsteinen zusetzen. Es beginnt ein oftmals langer Leidensweg für das Tier, welcher leider allzuoft mit einer Penisamputation oder Tod infolge von sekundärem Nierenversagen endet. Der Zeitpunkt der Kastration ist beim Kater also entscheident. Es ist sinnvoll abzuwarten, bis der Kater ausgewachsen ist. Wann dieses der Fall ist muß individuell entschieden werden.

 

Wann sollte ich meine Katze kastrieren lassen?

Wie beim Kater gibt es auch bei der Katze gleich mehrere Gründe diese zu kastrieren. Zum einen verhindert man so eine ungewollte Fortpflanzung. Zum anderen werden unkastrierte, geschlechtsreife Katzen circa alle 2 Wochen rollig. In dieser Zeit ist eine Katze paarungsbereit und sie tut dies mit lautem säuglingsartigem Geschrei kund. Gerade nachts kommt es hier zu einer beträchtlichen Lärmbelästigung. Auch eine rollige Katze neigt zum markieren. Der Urin riecht bei dieser nicht gar so scharf wie beim Kater, schön ist allerdings anders. Den Zeitpunkt der Kastration einer Katze sollte man davon abhängig machen ob sie Freigang hat bzw. ein potenter Kater im Haushalt lebt. Ist dieses der Fall sollte eine Katze vor dem 6. Monat kastriert werden um wirksam eine Trächtigkeit auszuschließen. Ist kein Kater vorhanden und die Katze ein reiner Stubentiger kann bis zur ersten Rolligkeit mit der Kastration gewartet werden. Diese muss dann allerdings “durchgestanden“ werden weil man während der Rolligkeit aufgrund der erhöhten Durchblutung der Sexualorgane nur ungern operiert.